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Die Straßenmalerei des Edgar Müller

Der Straßenmaler Edgar Müller hebt 3D-Kunst mit seinen gigantischen Werken auf das nächste Level. Konzeptionell erinnern die Bilder an die innovativen Ideen Julian Beevers, aber Motive und Größe lassen den Betrachter bei Müllers Straßenmalerei noch mal größere Augen bekommen. Sieht man eine riesige Gletscherspalte auf dem Gehweg oder Lavaströme in der Einkaufspassage, dann war Edgar Müller vermutlich da.

Edgar Müller wurde 1969 in Mülheim an der Ruhr geboren und fing schon früh an, sich für Kunst und Malerei zu interessieren. Mit 16 Jahren nahm er an seinem ersten internationalen Straßenmaler-Wettbewerb teil und mit 19 konnte diesen Wettbewerb zum ersten Mal gewinnen. Irgendwann entschied sich Müller, seine volle Konzentration auf die Straßenmalerei zu lenken und seither ist er auf der ganzen Welt unterwegs und realisiert Projekte. Das Besondere an Müller Kunst: Er kopiert nicht nur große Werke bekannter Maler, er schafft auch großflächige 3D-Illusionen, spielt zugleich mit der Straße als Leinwand und dem Auge des Betrachters.

Davon kann Müller inzwischen leben. Wahrscheinlich recht gut, schaut man sich die Liste seiner Auftraggeber an. Mit seinem Malpartner Manfred Stader setzte er Motive auf der ganzen Welt um. Für die Werbeagentur "Springer & Jacoby" zauberte er einen dreidimensionalen Smart auf Asphalt. Für den Spielehersteller Electronic Arts ließ er ein "Need for Speed"-Auto aus dem Boden der Games Convention in Leipzig schießen. Weitere 3D-Bilder enstanden in Mexico City, Paris, Dublin ebenso wie in Kanada, Hong Kong oder Taiwan. Ob Ford, Rexona, die UEFA Champions League oder zahlreiche Festivals, Edgar Müller findet immer Gründe und Auftraggeber, um die Straßen zu bemalen. Meistens arbeitet er mit einer ganzen Reihe von ortsansässigen Künstlern zusammen, denn die 3D-Effekte erfordern nicht selten, dass Flächen von über 120 Quadratmetern zur Streckung und Verzerrung bemalt werden. In Kanada hat Müller z.B. aus einer Straße (River Street) einen kompletten Wasserfall gemacht. Mit über 280 Quadratmetern handelt es sich vermutlich um das größte Straßenkunstwerk der Welt.

- Einige von Edgar Müllers außergewöhnlichen Straßenmalereien

Wenn Edgar Müller nicht gerade an Auftrags- oder Herzensangelegenheiten arbeitet, beteiligt er sich auch noch an Workshops und Schulprojekten. Dass seine Illusionen vergänglich sind, stört ihn nicht allzu sehr. Auf die Frage "Was ist, wenn´s regnet?" antwortet der 39-Jährige meistens "Dann gehe ich und male morgen ein neues Bild." Bei den berauschenden Illusionen keine schlechte Idee. Auch wenn wir ihm keinen Regen wünschen, so wird Edgar Müller hoffentlich noch viele seiner Straßenbilder malen.

Bild: Strassenmalerei.com

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