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Die Joaquin-Phoenix-Doku 'I'm Still Here'

Seit Anfang der Woche ist der Trailer zur Joaquin Phoenix Dokumentation 'I'm Still Here' im Internet zu bewundern und das Geheimnis um den Film ist damit längst nicht gelüftet. Die von seinem Schwager Casey Affleck gedrehte Doku thematisiert das vergangene Jahr des Schauspielers, in dem dieser vor allem durch seltsame Auftritte und neue Ambitionen als Rapper für Aufsehen sorgte. Nun fragt man sich weiter, ob das alles ernst gemeint oder nur ein riesiger Scherz ist.

Die Karriere von Joaquin Phoenix hätte kaum besser laufen können! War der 1974 in Puerto Rico geborene Amerikaner in den 80er-Jahren hauptsächlich als kleiner Bruder des 1993 an einer Überdosis verstorbenen River Phoenix bekannt, so erarbeitete er sich später schnell einen eigenen Namen. Im Jahr 2000 erhielt er dann im Alter von gerade mal 26 Jahren seine erste Oscar-Nominierung für die Darstellung des fiesen Commodus in Ridley Scotts 'Gladiator'. Die zweite Nominierung und den Golden Globe holte er sich 2005 als Johnny Cash im Biopic 'Walk the Line'. Weitere Preise sollte es nicht mehr geben, im Jahr 2008 kündigte Phoenix völlig überraschend seinen Rücktritt von der Schauspielerei an.

Noch verblüffender waren allerdings die Ambitionen, wegen denen er das Schauspielfach angeblich an den Nagel hängen wollte. Er gab nämlich bekannt, sich nun einer Karriere als Rapper zu widmen und zeigte sich bald nur noch im zerzausten Penner-Look und Rauschebart. Skurrile Auftritte wie in der Talk-Show bei David Letterman und erste Bühnen-Shows als HipHop-Musiker machten ihn zu einer öffentlichen Witzfigur. Phoenix selbst reagierte immer störrisch auf Fragen über seine Musik-Karriere, beteuerte mehrfach, alles ernst zu meinen und ließ sich sogar von HipHop-Ikone P.Diddy managen. Nachdem sich das halbe Show-Business gefragt hat, ob Joaquin Phoenix regelrecht durchgeknallt sei, könnte der Film 'I'm Still Here: The Lost Year of Joaquin Phoenix' die Lösung des Geheimnisses sein.

Der erste Trailer zur inzwischen sagenumwobenen Doku 'I'm Still Here'

Die Dokumentation begleitet den (ehemaligen) Schauspieler durch genau dieses Jahr, in dem er der Filmwelt den Rücken zudreht, um Rapper zu werden. Der Streifen wurde bereits von einigen Kritikern besprochen, nachdem er potentiellen Käufern gezeigt worden war. Im Film gibt es wohl die ein oder andere schockierende Szene zu sehen, u.a. viel männliche Nacktheit und eine Szene, in der ein Freund sein Geschäft auf dem schlafenden Joaquin Phoenix verrichtet. Magnolia Pictures hat sich schließlich die Rechte gesichert und wird den Film am 10. September in die Kinos bringen. Premiere wird 'I'm Still Here' zuvor bei den Filmfestspielen in Venedig feiern, ein Deutschlandstart steht noch nicht fest.

Was bisher niemand wirklich zu wissen scheint ist, ob der Film eine ernst gemeinte Dokumentation oder eher eine Art Mockumentary, also eine Fake-Doku ist. Letzteres würde das seltsame Verhalten, die musikalischen Ambitionen und die optischen Veränderungen von Joaquin Phoenix als ein langfristig angelegtes Schauspiel entzaubern. Dann wäre der Star nicht durchgedreht, sondern hätte der ganzen Welt über ein Jahr lang etwas vorgemacht. Eines muss man Joaquin Phoenix und Casey Affleck dabei wirklich lassen, sie haben mit 'I'm Still Here' gezeigt, wie man einen Hype erzeugen kann.

Bild: YouTube

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