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Die Joaquin Phoenix Doku ist ein Fake

Jetzt ist es raus, die Joaquin Phoenix Dokumentation 'I'm Still Here' ist ein Fake. Damit gab Regisseur Casey Affleck nun in einem Interview zu, was viele sich schon dachten. Affleck erzählte teilweise im Detail, was er und Phoenix sich alles ausgedacht hatten und sprach gleichzeitig davon, dass der Schauspieler damit die Darbietung seines Leben abgeliefert hätte.

Der Film 'I'm Still Here' zeigt ein ereignisreiches Jahr im Leben des zweifach Oscar-nominierten Schauspielers Joaquin Phoenix. Der hatte 2008 bekannt gegeben, sich von der Schauspielerei zurückzuziehen, um eine Karriere als Rapper zu starten. Nach einer seltsamen optischen Veränderung und überaus merkwürdigen Auftritten in der Öffentlichkeit wurde Phoenix teilweise für verrückt erklärt. Als erste Details zu 'I'm Still Here' bekannt wurden, kamen auch erste Spekulationen darüber auf, es könnte sich um einen Schwindel handeln.

In einem Interview mit der 'New York Times' löste Casey Affleck den Schwindel nun auf. 'I'm Still Here' ist keine Doku über den Zusammenbruch eines Künstlers am kreativen Scheideweg, sondern eine 'Mockumentary', also eine gestellte Dokumentation. Bei der Premiere in Venedig versicherte der Regisseur noch, dass alles vollkommen ernst gemeint sei. Nun verriet er 'Es ist eine grandiose Performance, es ist die Performance seiner Karriere'.

Dazu entzauberte Affleck auch so einige Details, die schon die Rechtehändler in Cannes Anfang des Jahres ungläubig den Kopf schütteln ließen. Drogenkonsum, Prostituierte, Kindheitsvideos...alles mit Schauspielern gestellte Szenen. Sogar Patrick Whitesell, der Agent von Phoenix, ließ sich auf eine Rolle in diesem Schwindel ein, wohlwissend, dass man das Karriereende seines Klienten thematisierte. Der bizarre Höhepunkt von Phoenix' Dauerschauspiel war sein Auftritt bei David Letterman im Februar 2009. Selbst der Talk-Master hatte keine Ahnung, aber die Aufzeichnung der Sendung wurde schnell zum Kult.

Die 'Los Angeles Times' berichtet, dass der Schauspieler inzwischen wieder auf der Suche nach Filmangeboten sei. Das sollte ihm nicht allzu schwer fallen. Wer knapp zwei Jahre lang derart diszipliniert in seiner Rolle bleiben konnte, der wird in Hollywood sicher Arbeit finden. In den USA läuft 'I'm Still Here' seit einer Woche und spielte am Wochenende bei einem limitierten Release auf nur 19 Leinwänden knapp 100.000 Dollar ein. Dass es bei diesem Vorhaben weniger um Geld geht, sollte inzwischen deutlich geworden sein. Joaquin Phoenix wird bald auch wieder bei Letterman zu Gast sein, dieses Mal aber als er selbst, wie Affleck versprach.

Bild: www.imstillheremovie.com

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