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Die Filmfestspiele von Cannes sind eröffnet

Gestern sind die 63. International Filmfestspiele von Cannes gestartet. Damit werden für die kommenden zehn Tage wieder rote Teppiche an der Côte d'Azur ausgerollt und Stars geben sich die Klinke in die Hand. Der eigentliche Wettbewerb ist in diesem Jahr allerdings weniger namhaft, auch eine deutsche Produktion sucht man im Rennen um die Goldenen Palme vergeblich.

Glamour bliebt bei der Eröffnung des Festivals trotzdem nicht aus. Ridley Scott hatte die Ehre, Cannes in diesem Jahr mit der Premiere von 'Robin Hood' zu starten. Der Regisseur selbst war wegen einer Knieoperation nicht anwesend, dafür spazierten die Hauptdarsteller Russel Crowe und Cate Blanchett über den roten Teppich. Den Vorsitz der Jury hat in diesem Jahr Tim Burton, an seiner Seite urteilen u.a. Kate Beckinsale und Benicio del Toro über das Festivalprogramm.

Zu den bekanntesten Wettbewerbern dürfte wohl der Mexikaner Alejandro González Iñárritu mit seinem Drama 'Biutiful' zählen. Er holte in Cannes schon 2000 mit 'Amores Perros' und 2006 mit 'Babel' verschiedene Preise. In 'Biutiful' gerät Javier Bardem als Krimineller in Konflikt mit einem Freund aus Kindertagen, der nun Polizist ist. Auch die Briten Mike Leigh ('Another Year') und Ken Loach ('Route Irish') sind wieder vertreten, beide konnten in der Vergangenheit bereits die Goldene Palme gewinnen. Der einzige US-Beitrag kommt mit 'Fair Game' von Doug Liman. Das Drama erzählt die wahre Geschichte einer CIA-Agentin (Naomi Watts), deren Ehemann (Sean Penn) aufdeckte, dass die Bush-Regierung Gründe zum Vorwand für den Irak-Krieg manipuliert hatte.

Aber auch auf die Nebenreihe 'Un Certain Regard' darf man wieder gespannt sein. Hier treten unter anderem die Deutsschen Christoph Hochhäusler ('Unter dir die Stadt') und Oliver Schmitz ('Live Above All') an. Außerdem zeigt Jean-Luc Godard sein Drama 'Film socialisme' und der Japaner Hideo Nakata den britischen Thriller 'Chatroom'. Ganz besonders heiß erwartet wird auch das romantische Drama 'Blue Valentine' von Derek Cianfrance. Der Film mit Ryan Gosling und Michelle Williams in den Hauptrollen erntete bereits großes Lob beim diesjährigen Sundance Festival.

Völlig außer Konkurrent feiern außerdem Oliver Stones 'Wall Street - Geld schläft nie' und Woody Allens 'You Will Meet A Tall Dark Stranger' Premiere. Wie 'Focus Online' berichtete, beschwerte sich der deutsche Regisseur Volker Schlöndorff vor kurzem lautstark über die Entwicklung, dass Cannes als Marketing-Plattform für Filme genutzt wird, die es nicht in den Wettbewerb geschafft haben.

Alles in allem ist und bleibt Cannes aber nun mal eine Star-Veranstaltung. Mit Namen wie Sean Penn, Michael Douglas, Cate Blanchett oder Russel Crowe kriegen die Veranstalter schließlich auch den Glanz an die Côte d'Azur, den sie sich erhoffen. Wie viel Kunst noch in den Filmfestspielen von Cannes 2010 steckt, wird sich dann schließlich zeigen, wenn die Jury am Ende über die Preisvergabe entscheidet.

Bild: www.festival-cannes.com

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