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Die 60. Emmy-Preisverleihung in Los Angeles

Am gestrigen Abend fand im Nokia Center in Los Angeles die 60. Emmy-Preisverleihung statt. Der Emmy ist der bedeutendste Preis im US-Fernsehen und wird seit 1949 jährlich in inzwischen 91 Kategorien vergeben. Unter den Nominierten war auch eine Deutsche. Wer sonst, außer Top-Model Heidi Klum könnte so in Hollywood mitmischen? Und das ist nicht alles, die schöne Dreifach-Mutti war auch noch eine der fünf Moderatoren der Emmy-Verleihung. Leider muss man sagen, dass der Abend nicht immer ganz nach Plan verlaufen ist.

Bilder einiger Emmy-Damen auf dem roten Teppich

Direkt zu Beginn sorgten Heidi Klum und ihre vier männlichen Kollegen erst mal für große Augen. "Captain Kirk" und "Boston Legal"-Star William Shatner kam auf die Bühne und riss dem Model zusammen mit den anderen mit einem Schwung den biederen Smoking vom Leib, so dass die 35-Jährige erst mal in knappen und glitzernden Hot Pants da stand. Es half aber alles nichts, denn die gestrige Show war nicht gerad die beste in der Emmy- Geschichte und so hagelte es bereits heute morgen Kritik in den US-Zeitungen über die lahme Vorstellung. Auch als Gewinnerin konnte sich unsere Heidi nicht präsentieren, denn sie ging trotz ihrer zwei Nominierungen leer aus.

Hauptabräumer des Abends war, wie meistens, der amerikanische Bezahlsender HBO. Besonders die von Hollywood-Star produzierte Mini-Serie "John Adams" über die amerikanischen Gründerväter sahnte ab. Die Serienlieblinge der Deutschen waren zwar nominiert, konnten aber kaum eine der begehrten Trophäen holen. Der Zyniker "Dr. House", die Inselgestrandeten aus "Lost" und die Anwälte von "Boston Legal" mussten sich für die beste Dramaserie z.B. den hier noch unbekannten "Mad Men" geschlagen geben. "Mad Men" zeigt die Ereignisse in einer erfolgreichen Werbeagentur der 60er-Jahre und dürfte auch hierzulande heiß erwartet werden. Bester Darsteller in einer Comedyserie wurde Alec Baldwin und ließ dabei den hier so beliebten Tony Shalhoub als neurotischen Ermittler "Monk" hinter sich.

Heidi Klum war mit "Project Runway" für die beste Reality-TV-Sendung nominiert und außerdem als bester Gastgeberin von eben dieser Show. In "Project Runway" treten junge Modedesigner in einer Castingshow gegeneinander an. Die Klum konnte jedenfalls keine der beiden Entscheidungen für sich verbuchen und legte außerdem noch einen kleinen Patzer hin. Sie nannte die Krimi-Serie "Bones" einfach mal "The Bones", aber das passte an diesem Abend zu den peinlichen Zwischenauftritten und ausgefallenen Mikrofonen. Alles in allem dürfte die 60. Emmy- Preisverleihung in Los Angeles recht schnell wieder vergessen worden sein.

Die lustigsten Momente der sonst eher enttäuschenden Emmys 2008

Quelle: Stern.de, Netzeitung.de
Bild: Emmys.tv

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