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"Das Supertalent 2008" - Talente, Schicksale und gute Quoten

Am Samstag fand das letzte Casting von "Das Supertalent 2008" statt, nun folgen die großen Halbfinal-Shows. Wie immer bisher tummelten sich zwischen den eher peinlichen Lachnummern einige echte Talente. Wann immer eines dieser Talente die Bühne betreten hatte, lieferte RTL gleich ein bewegendes Schicksal hinter der Person. Das Kalkül funktioniert, die Casting-Show hat noch ein Mal zugelegt bei den Quoten.

Für einen konnte sich die Jury allerdings gar nicht begeistern und besonders Dieter Bohlen zeigte sich wenig amüsiert: Der Kandidat Henry Matz kam braungebrannt, mit verspiegelter Sonnebrille und goldener Schallplatte unterm Arm, zeigte auf Bohlen, um zu verkünden: "Ich bin Dieter und das ist ein Betrüger!" Der echte Dieter fand sich von seinem Imitat wohl nicht so gut dargestellt. Bissig wie immer sagte er: "Du kannst ja nichts!" Seine Kollegen stellten sich hinter den Pop-Titan, Bruce Darnell sagte: "Man kann nicht Dieter Bohlen nachmachen!" und auch Sylvie van der Vaart drückte auf ihren Buzzer, um den Kandidaten nach Hause zu schicken.

"Ich bin der echte Dieter" - Henry Matz kam nicht gut an bei der Jury

Ein kleines Drama spielte sich beim zweiten Casting von Amanda ab. Schon in der vorletzten Episode hatten sich die Juroren als große Fans der 11-jährigen Sängerin geoutet, sie gemeinsam mit ihrer 17-jährigen Schwester Carolina auf der Bühne stand. Das war auch das Problem, denn Bohlen, Darnell und van der Vaart wollten nur die kleine Amanda mit ins Halbfinale nehmen. Die sagte aber unter Tränen: "Ohne meine Schwester mach ich nicht mehr weiter. Ich brauche meine Schwester!" Tatsächlich haben die Tränen gezogen und so stehen sie im Halbfinale erneut zu zweit vor der Jury. Die Frage ist nur, was beim nächsten Mal passiert, wenn nur eine von beiden überzeugt.

Ein weiteres "Supertalent" war der 20 Jahre alte Jens Raddatz. Als begnadeter Tänzer überzeugte er die Jury, dickes Lob erhielt er aber noch aus einem weiteren Grund. Der junge Mann stellte sich selbstbewusst vor die Jury, obwohl er Stotterer ist, damit erntete er dicken Respekt. Ebenso überzeugen konnte Giuseppe, der junge Mann imitierte Michael Jackson mit dem Song "Billy Jean" und riss nach wenigen Sekunden das Publikum mit. Hinter der Kamera erzählte der Hartz-IV-Empfänger, dass er den Traum seiner verstorbenen Mutter erfüllen will, nämlich ihren Leichnam zurück in die italienische Heimat zu überführen. Als die Jury ihm einstimmig das Halbfinale bescheinigte brach Giuseppe in Tränen aus.

Überzeugte als Michael Jackson Imitation: Der junge Halbitaliener Giuseppe

Ansonsten gab es auch typische Fälle von "Fremdschämen" wie bei der Bauchtänzerin Monika. Die 55-Jährige besitzt selbst eine Bauchtanz-Schule, zeigte wenig Talent, aber dafür jede Menge Bauch. Bei der Darbietung war Bohlen dann wieder in Top-Form und sagte: "Du sagst, du hast eine Bauchtanz-Schule, aber warum bringt dir da niemand mal Bauchtanz bei?"

Ab nächster Woche finden dann die spannenden Halbfinals statt. Spätestens dann wird die Show sicher die Vorherrschaft im Samstag-Abend-Programm ergattern, denn schon dieses Mal lag "Das Supertalent 2008" in der besten Sendezeit nur 180.000 Zuschauer hinter dem Quotenhit "Wetten, dass...?".

- Hier die Halbfinalisten im Überblick

Quelle: Bild.de, quotenmeter.de
Bild: YouTube

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