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Das erste Halbfinale von "Das Supertalent 2008"

Am Samstag fand das erste Halbfinale von "Das Supertalent 2008" statt. Damit war es nun endgültig vorbei mit den peinlichen Lachnummern aus den Casting-Sendungen. Die Hälfte der verbleibenden 24 Kandidaten und Kandidatinnen kämpfte um die Stimmen von Publikum und Jury, eigentlich waren das schon 12 richtige Supertalente. Aber nur eine Person kann die 100.000 Euro gewinnen und sich am Ende "Das Supertalent 2008" nennen.

Die ersten fünf Finalisten stehen also fest und schon jetzt kann man sagen, dass sie den Altersschnitt ganz schön nach unten drücken. Der kleiner Sänger Duri Krasniqi ist gerade mal 12, genau wie der erfolgreiche Mini-Geiger Lucas Wecker. Die singende Vanessa Krasniqi ist mit 14 Jahren auch nicht viel älter. Der Dresdner Jongleur Kelvin Kalvus ist mit seinen 40 Jahren kein Kind mehr, aber trotzdem im Finale. Der fünfte im Bunde ist der inzwischen landesweit als "Mundharmonika-Mann" bekannte Michael Hirte.

Das Publikum wählte zunächst vier der Kandidaten aus, das waren Hirte, Kalvus, Lucas und Vanessa. Beim fünften Finalteilnehmer entschied dann die Jury und traf die Wahl zwischen dem singenden Duri und den jugendlichen Tanzakrobaten Christian und Felice. Es wurde viel gehofft und es liefen natürlich auch Tränen, aber am Ende stand der kleine Duri im Finale. Damit haben sich mal wieder überwiegend die musikalischen Performances durchgesetzt, unter den Halbfinalisten befanden sich auch noch ein BMX-Fahrer, eine Breakdance-Gruppe, zwei Senioren-Turner und die Schlangenfrau Zlata. Das Publikum aber hat entschieden und die mögen nun mal, wenns musikalisch ist.

Ein wenig hervorstechen konnte erneut Michael Hirte mit seiner Mundharmonika. Nicht nur, dass seine emotionale Schicksalsgeschichte an Paul Potts erinnert und seine Mundharmonika die Zuschauer zu Tränen rührt, er macht auch immer wieder Dieter Bohlen mundzahm. Der Jury-Chef sagte zu Hirte: "Du besitzt so wenig und du gibst uns so viel", nachdem der "You raise me up" sanft in sein Instrument geblasen hatte. Auch Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart waren begeistert. Sylvie gab schamlos zu: "Du bist nicht nur der Publikumsliebling, du bist auch mein Liebling."

Verpasste allen eine Gänsehaut: Michael Hirte spielt "You raise me up" auf seiner Mundharmonika

Für Hirte ist das alles wie ein nicht enden wollender Traum. Der Hartz-IV-Empfänger rührte Deutschland mit seiner Geschichte und seiner Musik zu Tränen. Nach einem Unfall konnte er einst seinen Beruf als LKW-Fahrer nicht mehr ausüben, später verließ ihn seine Frau, als Straßenmusiker verdient er ein paar Groschen. Inzwischen hat sich einiges verändert. "Es ist stressiger geworden. Aber einwandfrei", sagte Hirte. Falls er es wirklich schaffen sollte, "Das Supertalent 2008" zu werden, wird es sicher noch stressiger, nach dem erfolgreichen Halbfinale stehen die Chancen jedenfalls nicht schlecht.

Quelle: Express.de, Bild.de
Bild: YouTube

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