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"Dance for All" und "Nobody's Perfect" - Kino ab dem 11. September

Am Donnerstag sind mit "Dance for All" und "Nobody´s Perfect" zwei deutsche Dokumentarfilme in den Kinos gestartet. In beiden Filmen geht es um außergewöhnliche Projekte. Der eine portraitiert eine soziale Tanzschule in Südafrika und der andere zeigt die Entstehung eines Akt-Kalendars mit Contergan-Geschädigten.

Die deutsch-schweizerische Doku "Dance for All" entführt den Zuschauer in die südafrikanische Metropole Kapstadt. Die Regisseurinnen Viviane Blumenschein und Elena Bromund zeigen die Tanzschule "Dance for All", die 1991 von der erfolgreichen Ballett-Tänzerin Phyllis Spira gegründet wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann Philip Boyd bietet sie seitdem benachteiligten Straßenkindern die Möglichkeit einer professionellen Tanz- Ausbildung. Die drei Talente Theo, Nqaba und Zandile haben bereits internationale Erfahrungen sammeln können und erzählen von den Chancen, die das Projekt ihnen gab.

Trailer zur Südafrika-Doku "Dance for All"

Mit viel Musik und Bewegung nähert sich "Dance for All" den Träumen und Hoffnungen junger Südafrikaner. Afrikanische HipHop-Rhythmen und europäische Klassik bilden den Rahmen für das bewegende Portrait einer Schule, die die Augen vor den Problemen von Armut und Kriminalität nicht verschließt. Zudem bietet der Film einen interessanten Blick in die beeindruckende Welt des Tanzes jenseits des perfekten Bühnengeschehens. Er zeigt, wie eine harte Ausbildung den langen Weg vom Talent bis zum Erfolg ebnet.

In "Nobody´s Perfect" geht es um das eigenwillige Projekt des Regisseur Niko von Glasow-Brücher. Contergan-Geschädigte sollen für einen Akt-Kalendar posieren und so einen ungeschönten und ehrlichen Blick auf die Behinderungen werfen, mit denen um 1960 Tausende Kinder zur Welt gekommen sind. Glasow-Brücher ist selbst eines dieser Kinder gewesen und will als erfolgreicher Filmemacher (u.a. "Edelweißpiraten", 2004) zeigen, dass Contergan-Geschädigte heute ganz normale Menschen mit Berufen, Familien und persönlichem Glück sind.

Trailer zum sensiblen Dokumtarfilm "Nobody´s Perfect"

Der Film "Nobody´s Perfect" zeigt sich einerseits als bewegender Appell für mehr Toleranz anders erscheinenden Menschen gegenüber. Andererseits ist er eine heitere Darstellung des Kalenderprojektes, zu dem sich zwölf mutige Menschen entschieden haben. Zugleich wird deutlich, dass die Betroffenen auch heute noch mit sozialer Ausgrenzung und den angewiderten Blicken einer teilweise sehr verbohrten Gesellschaft zu kämpfen haben.

Die beiden Dokumtarfilme sorgen für einen aufrüttelnden September und punkten vor allem durch ihre Ehrlichkeit und die enthusiastischen Ansätze. "Dance for All" und "Nobody´s Perfect" werden alle Kinogänger begeistern, die etwas für erstaunliche Projekte übrig haben.

Quelle: Kino.de
Bild: Farbfilm-Verleih, Nobody´s Perfect

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