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Comedy-Queen Sarah Silverman ab morgen im deutschen Fernsehen

Die US-Komödiantin Sarah Silverman wird bald auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Die 37-Jährige hat sich in den Staaten in den letzten Jahren mühevoll einen Namen gemacht. Nachdem sie schon in den 90ern als Gag-Schreiberin für die beliebte US-Show "Saturday Night Life" gescheitert war und in mehreren Filmen und TV-Serien kleinere Gastrollen übernommen hatte, bekam sie 2007 mit "The Sarah Silverman Program" endlich doch ihre eigene Show und ist aus dem US-Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Die deutsche Ausgabe des Senders "Comedy Central" bringt die Show der Entertainerin nun auch nach Deutschland.

Sarah Silverman gilt vor allem als bissig. Sie sorgt des öfteren für Aufsehen, weil sie es geradezu feiert, politisch unkorrekt zu sein. Witze über Schwarze, Juden oder Homosexuelle gehören genauso zu ihrem Repertoire wie Seitenhiebe auf die Politik und deftige Fäkalsprache. Die amerikanische Öffentlichkeit nahm sie schließlich wesentlich deutlicher wahr, nachdem sie 2005 in ihrer Musik-Komödie "Jesus Is Magic" satirisch äußerte, die Schwarzen seien schuld am Tod Jesu. Im Jahr 2007 moderierte Sarah Silverman außerdem die MTV Movie Awards und konnte mit ihrer Sitcom für außergewöhnlich hohe Quoten des Spartensenders "Comedy Central" sorgen.

Dabei hat es Sarah Silverman nicht einfach gehabt, war in ihrer Kindheit eine typische Außenseiterin. "Ich hatte behaarte Beine, behaarte Arme, Haare überall. Ich sah aus wie ein Affe", sagte sie mal in einem Interview. Lange war die Tochter liberaler Juden mit dem Fernsehmoderator Jimmy Kimmel liiert und machte auch daraus eine Comedy-Nummer. Mit ihrem Musikvideo "I´m fucking Matt Damon" ärgerte sie ihren Freund mit der gefaketen Affäre zu dem Schauspieler Matt Damon. Kimmel schlug zurück mit dem Video "I´m fucking Ben Affleck". Danach folgte irgendwann die echte Trennung der beiden, aber man munkelt inzwischen, die beiden wären wieder zusammen. Sarah kann aber auch anders. Mit einem anderen Video nutzt sie ihr lustiges Talent für politische Zwecke. In "The Great Schlep" ruft sie junge Juden in Florida auf lustige Weise dazu auf, ihre Großeltern zur Wahl von Barack Obama zu bewegen.

Sarah Silverman ruft die Juden mit "The Great Schlep" dazu auf, Obama zu wählen

Die gesammelten Aktionen von Sarah Silverman sorgen meistens dafür, dass sie am Ende noch ein wenig bekannter wird. Das hat sie in den USA längst nicht mehr nötig, wurde sie doch kürzlich von der britischen "Times" zur "Queen of Comedy" gekürt. In "The Sarah Silverman Program" spielt sie sich selbst als arbeitslose Egozentrikerin, die mit Hilfe ihrer Schwester und dem schwulen Nachbars-Pärchen über die Runden kommt. Die Serie strotzt nur so vor Fäkalhumor und respektlosen Anspielungen auf alle denkbaren Randgruppen. Das Format wurde von Kritikern im In - und Ausland begeistert aufgenommen. Kleiner Wehmutstropfen für die deutsche Ausgabe: Wie schon beim urkomischen Dave Chappelle hat "Comedy Central" auch Sarah Silverman synchronisiert, anstatt Untertitel zu nutzen. Dadurch geht einiges an Charme des Originals verloren. Es wird sich sicher dennoch lohnen, ab morgen immer Donnerstags um 22:30 "Comedy Central" für Sarah Silverman einzuschalten.

Quelle: Welt Online
Bild: Sarah-Silverman.de

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