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'Come Around Sundown': Neues Kings Of Leon Album ist da!

Mit dem Erfolg ihrer Hits 'Sex On Fire' oder 'Use Somebody' im Rücken, haben die Kings Of Leon am Freitag ihr neues Album 'Come Around Sundown' veröffentlicht. Ihr fünfter Langspieler ist dabei leider etwas unaufgeregter als die Vorgänger und will weder Tanzflächen noch Stadien füllen.

Die vier Musiker aus Tennessee haben 2008 das sagenhaft erfolgreiche Album 'Only By The Night' abgeliefert, das ihnen mit mehr als sechs Millionen verkauften Exemplaren acht Platin-Auszeichnungen und vier Grammys einheimste. Seitdem spielen die Kings of Leon in einer Liga mit Radiohead, Oasis oder U2. Um an den Erfolg anzuknüpfen produzierten die drei Followill-Brüder nebst Cousin ihr fünftes Album unter der Regie von Angelo Patraglia und Jacquire King. Schon die erste Single 'Radioactive' machte klar, dass es diesmal etwas geschliffener vorgeht und hier sogar ein spiritueller Gospelchor singt.

Die erste Single 'Radioactive'

Früher machten sie nervösen und staubtrockenen Indierock, heute legen sie lieber noch was Hall über die glattgebügelten Radiosongs. Der unbedingte und direkte Rhythmus der ersten beiden Alben 'Youth & Young Manhood' und 'Aha Shake Heartbreak' ist dahin, was von den Hardcore-Fans seit 'Sex on Fire' ohnehin schon als Verrat gedeutet wird. Die düstere und staubige Lockerheit der frühen Kings Of Leon kommt auf dem neuen Album am ehesten noch bei 'No Money', dem härtesten Song zur Geltung.

Geblieben ist zum Glück der unverwechselbar bockig-kratzige Gesang von Caleb Followhill, der bei den stärksten neuen Songs 'Radioactive', 'Mary' und 'Pyro' sein Leid wieder voller Inbrunst gen Himmel schreit. Zur Hilfe kommen ihm auf dem neuen Kings Of Leon Album 'Come Around Sundown' auch erstmals Tex-Mex-Bläser ('Mi Amigo') und Südstaaten-Gefiedel ('Back Down South'), die den neuen sauberen Sound der Band nur unwesentlich erweitern und das sechste Album zur Zerreißprobe werden lassen.

Bild: kingsofleon.com

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