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Casting-Show für mollige Models geplant

Eine Casting-Show für mollige Models, das klingt stark nach einem Fantasie-Produkt. Ist es aber nicht. Eine Produktionsfirma sieht eine Marktlücke und daher werden demnächst füllige Ladies um Quoten gegen den Magerwahn im TV kämpfen. Sofort titeln die Medien ironisch "Germanys Next Top-Moppel", aber eines ist klar, der Trend geht hin zu "mehr".

Die Produktionsfirma Framehouse GmbH bastelt in der Nähe von München gerade an dem Format. Chancen rechnen sich die TV-Macher vor allem deswegen aus, weil in letzter Zeit das Interesse an Frauen mit gesunden Pfunden wächst. Filme und Serien drehen sich um das Thema, zuletzt erst "Gefühlte XXS" auf Sat.1 und "Molly & Mops" im ZDF. Schon Bridget Jones machte die "Schokolade zum Früstück" einst kinotauglich. Auch die Gewinnerin der letzten Staffel von "America´s Next Top Model", Whitney Thompson, ist eine kurvige Schönheit und alles andere als mager. Es zeichnet sich ein Trend ab, und überhaupt, warum sollen nicht auch mollige Frauen modeln können?

Das denken sich auch die Produzenten von Framehouse. Ken Dok erklärt: "Bei uns kann man groß, klein, dick und transgender sein." Er geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt mutig: "Wir wollen Schönheit neu definieren."

Ähnlich sieht es Ingrid Martin-Zick. Die ehemalige "Miss Happy Size" führt eine der leitenden Agenturen für mollige Models. 140 Männer und Frauen vertritt die Agentur und auf die Frage, was diese von "normalen" Models unterscheide, antwortet die 37-Jährige: "Eigentlich nichts – außer, dass sie 40 Kilo mehr wiegen können." Daran, dass auf die Laufstege dieser Welt nur Hungerhaken dürfen, wird sich wohl auch in naher Zukunft nichts ändern. Dennoch, der Trend gefällt. Und eine Casting-Show für mollige Models, das treibt den Trend auf jeden Fall voran.

Quelle: Welt Online
Bild: Mollige-Models.de

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