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Cannes 2011: Von Trier fliegt und Almodóvar begeistert

Nach seinen bizarren Äußerungen während der Pressekonferenz beim Filmfestival in Cannes 2011, wurde der dänische Filmregisseur Lars von Trier nun vom Wettbewerb ausgeschlossen und zur unerwünschten Person erklärt. Am Rande der Vorstellung seines Films 'Melancholia' sagte von Trier, er sympathisiere mit Adolf Hitler. Nach heftigen Protesten unter anderem vom Europäischen Jüdischen Kongress entschuldigte er sich später und sagte, er sei weder Rassist noch Nazi oder Antisemit.

Neben diesem äußerst unschönen Vorfall, der sämtliche filmischen Beiträge in der öffentlichen Wahrnehmung der 64. Internationalen Filmfestspiele in Cannes in den Schatten stellte, begeisterte gestern der Rache-Thriller des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar die Zuchauer. 'The Skin I Live in' ('La Piel Que Habito') ist ein unblutiger Thriller, in dem Hollywoodstar Antonio Banderas einen Schönheitschirurgen spielt, der sich am Vergewaltiger seiner Tochter rächen will. Seine Ehefrau hält er gefangen und zwingt sie auch noch zum Sex mit Fremden.

Der 50-jährige Banderas glänzt in der Rolle des emotionslosen und psychopathischen Chirurgen und auch Almodóvar gelingt es, in seinem ersten Thriller Spannung mit melodramatischen Elementen zu verknüpfen, ohne das Blut spritzen zu lassen. Banderas ist nach 20 Jahren erstmals wieder in einem Almodóvar-Film zu sehen. Bei der Vorstellung des Films beim Filmfestival in Cannes 2011 sagte erklärte Banderas, dass er endlich nach Hause zurückgekommen ist, zu seinen Wurzeln und in seine Heimat.

Almodóvars 'The Skin I Live in' Teaser-Trailer

Quelle: abendbatt.de, focus.de
Bild: YouTube

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