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Bundeswehrradio spielt kein Rammstein

Wie die Rolling Stone Online berichtet, sucht sich das Bundeswehrradio aus, was es den Soldaten so vorspielt und so wurde jetzt bekannt, dass Rammstein zum Beispiel kaum von den DJs über den Äther geschickt wird. Das liegt aber nicht daran, dass die Soldaten keine Lust hätten, Rammstein zu hören, sondern vielmehr will man nicht riskieren, dass ein falsches Bild der Deutschen entsteht.

Ein Hauptmann des Radios Andernach in Mayen, Christian Wahl, erklärt warum: 'Rammstein wird nicht so oft im Programm gespielt, wie es eigentlich gewünscht wird. Das rollende 'R' stellt für uns als Truppenbetreuungssender ein Problem dar. Hier kann es zu einer verzerrten Darstellung und Wahrnehmung Deutschlands im Ausland kommen.'

Aber nicht nur Rammstein ist den Verantwortlichen zu derbe. Auch Böhse Onkelz oder Rapper wie Bushido, die bei den Soldaten ebenfalls hoch im Kurs stehen, sind nach Ansicht des Truppenbetreuungs-Senders keine Musik, die man spielen kann. Hier geht es vor allen Dingen um die afghanische Bevölkerung, von denen vier Prozent Deutsch verstehen und sich durch die expliziten Äußerungen in ihren Werten verletzt fühlen könnten.

Aber auch harmlose Musik kann für die Einsätze untauglich sein und so findet sich zum Beispiel auch 'Viva Colonia' der Höhner auf dem Index: 'Ein Soldat sitzt im Panzer in Afghanistan und hört Radio Andernach. Wenn er Pech hat, wird er in die Luft gesprengt und kommt nicht wieder. Dem kann ich 'Da simmer dabei, das ist prima' nicht zumuten.' Das Rammstein und Co unter solchen Umständen vom Bundeswehrradio nicht gespielt werden, dürfte nachzuvollziehen sein.

Bild: YouTube

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