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"Brüno" ist nichts zu peinlich - Kino am 09. Juli

Nach Ali G und Borat bringt Kultkomiker Sacha Baron Cohen am 09 Juli nun den schwulen Brüno ins deutsche Kino. Den Österreicher mit dem epilierten Modelkörper zieht es nach Los Angeles um "Austrias biggest Superstar since Hitler" zu werden. Wie schon in seiner Fernsehserie "Ali G" und seinen beiden Filmen "Ali G Indahouse" und "Borat" ist auch hier Sacha Baron Cohen nichts zu peinlich. Fremdschämen und Lachen ist mit der Fake-Dokumentation ab Donnerstag angesagt.

Die Fernsehshow, die Brüno moderiert, heißt "Funkyzeit". Auf einer Modenschau sorgt er allerdings mit einem Outfit aus Velcro-Klett für einen Eklat. Die Branche ächtet den aufgedrehten Fashion Addict. Seine Fernsehshow wird abgesetzt. Selbst sein kleinwüchsiger Liebhaber aus Thailand gibt ihm den Laufpass. Brüno, geboren in Klagenfurt, macht sich tief verletzt auf den Weg in die USA. Er will es dort schaffen. Und er ist sich sicher, dass er es dort schaffen wird. Mit dabei: Sein ihm treu ergebener Assistent Lutz.

Dort angekommen lässt er mit seinem "Denglisch" nichts unversucht, um die Blicke auf sich zu ziehen. Als Statist einer Fernsehserie kultiviert Brüno das Overacting und macht auf peinlichste Art auf sich aufmerksam. Und als Moderator der Pilotshow eines TV-Starmagazin namens "A-List Celebritiy Max Out!" schwingt er sogar sein Genital in die Kamera. Und vertreibt damit potentielle Werbekunden.

Der Trailer zu Brüno


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Dass ihm nichts zu peinlich ist, das ist die große Stärke des Komikers Sacha Baron Cohen. Schon als "Ali G" stellte er in seiner Fernsehshow seinen Interviewpartnern so hochnotpeinliche Fragen, dass es dem Zuschauer schon unangenehm wurde und man immer den Finger auf der Fernbedienung hatte, um schnell umschalten zu können, wenn das Fremdschämen unerträglich wurde. Und auch "Borat", sein riesiger Kinoerfolg aus 2006, war kein Fettnapf zu groß, als dass er nicht rein springen wollte.

- Hier alle Infos und Videos zu den peinlichen Premiere-Vorstellungen

Cohen hat bei allem Klamauk aber immer ein Ziel: Er deckt Antisemitismus, Fremdenhass, Homophobie und Dummheit schonungslos auf. Die beiden Kunstfiguren "Borat" und Brüno sind offen antisemitisch, der schwule Österreicher nennt sogar Hitler als sein Vorbild. Alles nur Fassade und Stilmittel des Kinos: Denn Sacha Baron Cohen ist Jude. Dass dem Briten aber nicht alles egal ist und dass die Geschmacklosigkeit auch für ihn Grenzen hat, zeigt folgendes: Eine Szene, in der Michael Jacksons Schwester La Toya vorgeführt wird, wurde nach dem Tod des Superstars sofort aus "Brüno" herausgeschnitten.

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