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Im Kino: 'Black Swan' und '72 Stunden'

Am Donnerstag beglücken große Regisseure das deutsche Kinopublikum mit hartem Thriller-Stoff. In Darren Aronofskys 'Black Swan' erlebt Natalie Portman einen absoluten Psycho-Trip um Ballett, Sex und Perfektion. Daneben startet '72 Stunden - The Next Three Days' vom mehrfachen Oscar-Preisträger Paul Haggis.

Nina (Natalie Portman) aus 'Black Swan' ist ein aufstrebendes Sternchen am New Yorker Ballett. Als die für das Metier zu alte Star- Ballerina Beth MacIntyre (Winona Ryder) unfreiwillig in Rente geschickt wird, sucht der Regisseur Thomas (Vincent Cassel) eine neue Hauptbesetzung für seine Aufführung von 'Schwanensee'. Schnell wird klar, dass Nina mit ihrer Perfektion und Mädchenhaftigkeit die optimale Besetzung für die weißen Schwanenkönigin ist, aber ihr fehlt die Ambivalenz, um auch die schwarze Ausgabe zu tanzen.

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Für Nina heißt das mehr und mehr Training, aber was Thomas eigentlich von ihr will ist, dass sie ihre dunkle Seite entdeckt. Als die verklemmte junge Frau diese Eigenschaften plötzlich in der leichtfüßigen Tänzerin Lilly (Mila Kunis) sieht und die neue Konkurrenz auch noch verwirrende sexuelle Regungen in ihr weckt, wird alles zu viel. Nina ist dabei an der Rolle zu zerbrechen und den Verstand zu verlieren.

Nachdem Regisseur Darren Aronofsky zuletzt noch mit 'The Wrestler' weltweit für Begeisterung sorgte, bleibt er im weitesten Sinne im Bereich des Sport-Dramas. 'Black Swan' ist allerdings viel mehr das Psychogramm einer jungen Frau, die zu viel will. Nach und nach nimmt der Film die Züge des Horror-Genres an, erstklassig gefilmt schraubt er sich mit intensiver Musik, sexueller Energie und dem krankhaften Wahn nach Perfektion nach oben. Begleitet wird die Geschichte von einer überragenden Besetzung, alle voran Natalie Portman. Kritiker sind sich einig, dass 'Black Swan' im Februar ein ganz heißer Kandidat bei den Oscars sein wird.

In '72 Stunden - The Next Three Days' wird Laura Brennan (Elizabeth Banks) wegen Mordes verurteilt, ein Schock für die Familie, bei der sonst alles nach Plan läuft. Drei Jahre lang versucht ihr Ehemann John (Russel Crowe) ihre Unschuld zu beweisen, dann greift er zum äußersten Mittel: Akribisch bereitet er ihren Ausbruch vor und plant die gemeinsame Flucht. Regisseur Pau Haggis ('L.A. Crash') erzählt die Geschichte eines Mannes, der vom gesetzestreuen Bürger vom Verbrecher wird. Der Film basiert auf einer französischen Vorlage von 2008 und ist mit Olivia Wilde, Elizabeth Banks und Liam Neeson auch in den Nebenrollen stark besetzt. Haggis gelingt es wie immer, seine Hauptfigur plausibel und dennoch nicht langweilig zu gestalten, '72 Stunden' ist als solider Thriller inszeniert und bleibt bis zum Ende spannend.

- Hier gehts zum Trailer von '72 Stunden - The Next Three Days'

Am 20. Januar haben die deutschen Kinofans die Qual der Wahl: '72 Stunden' reizt als Thriller um Ausweglosigkeit mit einer Prise Action, 'Black Swan' hingegen lockt mit überragenden Darstellern und sorgt knapp zwei Stunden für eine Gänsehaut.

Bild: www.blackswan-derfilm.de, www.72stunden.kinowelt.de

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