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Tatöwierte Babys: Kunst als Gesellschaftskritik

Mit dem Projekt 'Cumulus Brand' will der amerikanische Künstler Dietrich Wegner aufzeigen, wie Marken und ihre Logos die eigene Identität beeinflussen, seitdem man klein ist.
'Irgendwie landeten wir auf einer Mailingliste für werdende Eltern und erhielten fortan eine unglaubliche Menge an Werbung. Ich hatte das Gefühl, dass diese Anzeigen mehr wollten als nur ein Produkt zu verkaufen. ... Es hatte den Anschein, dass sie mir vorschreiben wollten, was für Eltern wir sein und vor allem wie mein Kind werden sollte.'
Diese versuchte Manipulation wollte er mit Hilfe von Bildern und Skulpturen kommentieren, die gleichzeitig "sicher und beunruhigend, schön und elend" wirken sollten. Damit will er mit seinen den Betrachter dazu bringen, über sich und die Gesellschaft nachzudenken.
Für ein einziges Foto eines "tätowierten" Kindes braucht er etwa 50 Stunden. Dabei arbeitet er mit Schablonen und besprüht die Babys mit der Airbrush-Technik. Für die Skulpturen rechnet er mit etwa 120 Stunden Arbeit.
Bilder: dietrichwegner.com

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