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Berlinale: Ein eher mäßiges Festival geht zu Ende

Es fing alles so vielversprechend an: Spannende Weltpremieren bot die Berlinale an und einige Weltstars liefen am ersten Wochenende über den roten Teppich, doch dann flachte das Filmfestival in der Hauptstadt Deutschlands zunehmend ab. Die Bären gingen an massentaugliche Filme.

Die Natur und die Familie hatte es der Berlinale-Jury wohl besonders angetan. Der Goldene Bär ging an den türkisch-deutschen Beitrag 'Bal' (Honig). Es sei ein poetisches Märchen vom kindlichen Blick auf das Familienleben und die Natur, schön, harmlos, kantenlos, schreibt der 'Stern'. Der Bär für Darsteller und Kamera ging an den russischen Film 'How I ended this summer', darin geht es ebenfalls um Natur.

In seinem Chalet in der Schweiz, in dem Regisseur Roman Polanski Hausarrest hat, darf sich der Pole über den Regie-Bären für 'The Ghostwriter' freuen. Laut stern.de sei das ein klares Statement der Berlinale, dass der Oscar-Gewinner nicht vergessen sei. Der chinesische Eröffnungsfilm ‚Apart together’, darin geht es um familiären Zusammenhalt, bekam schließlich den Drehbuch-Bären. Den Jury-Preis, den Silbernen Bären, gewann der Film 'If I want to whistle, I whiste'. Die deutschen Wettbewerbsbeiträge fielen bei der Jury durch.

Insgesamt 300.000 Tickets wurden während der Berlinale verkauft. Das ist ein neuer Rekord und ziemlich verwunderlich, denn die Berlinale glänzte vor allem durch die Abwesenheit von Stars. Zur Premiere des Musicalfilms 'Nine' reisten weder Schauspieler noch Regisseur an. Das sei etwas peinlich für Berlinale-Chef Dieter Kosslick. Und selbst Schauspieler aus der zweiten Riege wie Jessica Alba machten sich zur Vorführung ihrer neuen Filme nicht auf den Weg nach Deutschland. Insgesamt ging die 60. Berlinale eher unspektakulär über die Bühne.

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