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Berlinale 2014: Premiere von Lars von Triers "Nymphomaniac"

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Filme von Lars von Trier bieten immer eine Menge Diskussionsstoff, das ist bei "Nymphomaniac" nicht anders - es wurde darüber spekuliert, ob es sich dabei um einen Hardcore-Porno handelt, die Besucher bei der Premiere auf der Berlinale wurden aber eines anderen belehrt und der Director's Cut von "Nymphomaniac" wurde stürmisch bejubelt.

In dem Film geht es um die sexsüchtige Joe, die einem älteren Mann aus ihrem Liebesleben erzählt. Natürlich gibt es Sexszenen und zwar auch explizite, aber Hauptdarstellerin Charlotte Gainsbourg sagte, dass sie bei den masochistischen Szenen gedoublet wurde. Und auch ihre Vagina sei nicht echt. Statt als Porno wird "Nymphomaniac" eher als einen intelligenter Diskurs über Liebe, Religion und Tod angesehen.

Unangenehm fiel Darsteller Shia LeBouf bei der Berlinale auf. Zur Premiere schritt er mit einer Papier über dem Kopf über den roten Teppich. Darauf stand "I am not famous anymore" ("Ich bin nicht mehr berühmt"). Und zusammen mit den Schauspielerkollegen Uma Thurman und Christian Slater sollte er auf einer Pressekonferenz einige Fragen zu "Nymphomaniac" beantworten. Doch schon nach zehn Minuten verließ er den Saal. Was ihn störte, weiß keiner so genau. Auf jeden Fall war er dazu noch eher mies gekleidet, was verdeutlichte, dass er wohl eh keine Lust hatte.

Trailer: "Nymphomaniac" von Lars von Trier

Ein Reporter aus den USA wollte lediglich wissen, wie es denn gewesen sei, einen Film mit so vielen Sexszenen zu drehen. Shias konfuse Antwort lautete: "Wenn die Möwen den Schleppern folgen, dann tun sie das, weil sie denken, dass davon Sardinen ins Meer geworfen werden. Haben sie vielen Dank." Danach ging er aus dem Raum und ließ Journalisten wie auch Kollegen verdutzt zurück. Denn Satz hat er übrigens von Ex-Fußballprofi Eric Cantona geklaut. Aber im Abkupfern ist LeBouf ja sowieso ziemlich gut.

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