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"Beautiful Bitch" und "Dr. Alemán" - Kino am 14. August

Am 14. August starten mit "Beautiful Bitch" und "Dr. Alemán" zwei deutsche Dramen in den Kinos. Beide stellen junge Menschen in den Fokus, die fern von der eigenen Heimat völlig neue Lebenswelten entdecken und im fremden Land unfreiwillig in einen Sumpf aus Gewalt und Verbrechen gezogen werden.

Bica (Katharina Derr) ist die Titelheldin aus "Beautiful Bitch". Die 15-jährige Waisin lebt mit ihrem kleinen Bruder auf den Straßen von Bukarest. Der Ex-Cop Cristu (Patrick von Blume) lockt sie nach Düsseldorf und zwingt sie dort schließlich zur Arbeit als Taschendiebin. Als sie die wohlsituierte Milka (Sina Tkotsch) kennenlernt, zeigt diese ihr, wie das unbeschwerte Dasein eines Teenager eigentlich aussehen sollte. Bica lässt sich auf ein Doppelleben zwischen krimineller Gewalt und Normalität ein, was nicht ohne Folgen bleibt.

Trailer zu "Beautiful Bitch"

Regisseur Martin Theo Krieger legt viel Wert auf die Darstellung einer ungeschönten Realität in "Beautiful Bitch". Das verleiht seinem Film zwar sozialkritische Dimensionen, nimmt ihm aber trotzdem nicht die Spannung. Das packend erzählte Drama wird dazu hervorragend von seinen Darstellern getragen. Die jungen und unverbrauchten Gesichter glänzen in ihren gegensätzlichen Rollen, die einerseits aus Grenzschmuggel und Verbrechen, andererseits aus Zickereien und Teenager-Kram bestehen.

Im zweiten Kino-Tipp "Dr. Alemán" zieht es den Medizinstudenten Marc (August Diehl) zum praktischen Jahr in die kolumbianische Großstadt Calis. Fortan ist er mit den Folgen der Kriminalität der Drogenhochburg konfrontiert, Schussverletzungen, verletzten Kindern und viel Einschüchterung. Der Idealist fliegt bei seiner Gastfamilie raus, als deren Tochter mit ihm flirtet. Danach nimmt ihn die Kioskbesitzerin Wanda auf, mit der er sich um die Kinder des Armenviertels kümmert. Hier hat er hautnah mit dem Leben auf der Straße zu tun und muss schnell erfahren, dass die Uhren in Kolumbien anders ticken als zu Hause.

Trailer zu "Dr. Alemán"

Tom Schreibers Drama erzält vom Wandel eines naiven jungen Mannes und erstellt nüchtern einen Bericht über den südamerikanischen Drogensumpf. Ohne Action und Effekthascherei, dafür mit fein gezeichneten Charakteren und Glaubwürdigkeit entsteht die Geschichte um einen hoffnungslosen Versuch, sich einer anderen Kultur zu nähern. Besonder August Diehl beweist in der Hauptrolle, dass er völlig zu Recht als einer der gefragtesten Jungstars des deutschen Kinos gilt.

Die verschiedenen Kulturen werden in den Film-Tipps vom 14. August meist nur durch ihre Grenzgänger und Kriminalität zusammengehalten. Der Reiz liegt in der Authentizität. Wem das liegt, der kann ab morgen in die Vorstellungen von "Dr. Alemán" und "Beautiful Bitch" gehen.

Quelle: Kino.de
Bild: Farbfilm-Verleih, Dr. Aleman

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