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"Balanceakt" - Berliner Axel-Springer-Haus bekommt zum 50. Jubiläum ein Wahrzeichen

Vor genau 50 Jahren legte Axel Springer in West-Berlin den Grundstein für sein gleichnamiges Verlagshaus. Entgegen aller Widerstände wollte er unter anderem seine Bild-Zeitung im geteilten Berlin entstehen lassen und somit ein Zeichen für die Wiedervereinigung setzen. Jetzt zum 50. Jubiläum von Axel Springer in Berlin bekam das Verlagshaus ein eigenes Wahrzeichen.

Dieses wurde nun mit einem großen Fest und einer Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker eingeweiht. Das Wahrzeichen zeigt eine Skulptur des Künstlers Stephan Balkenhol und heißt "Balanceakt". Es zeigt einen 5,70 hohen Mann, der auf einer Mauer balanciert – ein eindeutiger Verweis auf den bis heute schwierigen Akt der Wiedervereinigung.

Umrahmt wird die Skulptur zudem von originalen Stücken der Berliner Mauer, jahrelang ein traurige Symbol für die Trennung der beiden deutschen Staaten. In seiner Rede würdigte von Weizsäcker die Verdienste von Axel Springer und pries ihn an als "einen der wenigen, die wirklich an die Wiedervereinigung geglaubt haben".

Bei seiner Rede zitierte auch Mathias Döpfer, Vorstandsvorsitzender der Springer AG den ehemaligen Chef mit den Worten: "Ich glaube an ein Deutschland mit einer Hauptstadt Berlin. Und deshalb baue ich in Berlin." Zumindest in diesem Punkt hat die Geschichte dem Verleger Recht gegeben – und so wird ab jetzt mit dem neuen Balanceakt-Wahrzeichen vor dem Springergebäude an die Wiedervereinigung und an die Geschichte des Axel Springer Verlags erinnert.

Quelle/Bild: Bild.de

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