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Ausstellung in Wien: Nackte ansehen als Nackter

Im Leopold Museum in Wien gab es am Montag eine außergewöhnliche Museumsführung: Wer wollte, durfte die Ausstellung "Nackte Männer" nackt besuchen! Viele Naturalisten und Nudisten ließen sich das natürlich nicht entgehen, aber unter den Besuchern waren auch ganz "normale" Kunstinteressierte.

Ein Ausstellungsbesucher sagt: "Eigentlich sind wir ganz nackt geboren worden, und das ist das natürlichste, was es gibt. Und mir macht es einfach Spaß, nackt zu laufen. Meiner Familie passt das nicht. Aber hier ganz sich keiner aufregen, hier kann ich es machen." Ein Weiterer meint: "Ich komme nackt, weil ich ein Anhänger bin von FKK. Ich bin Nudist. Und ich habe die Ausstellung schon mal gesehen, ich gehe das zweite Mal. Ich habe Freunde gefunden, die daran auch interessiert sind. Und daraufhin haben wir beschlossen, diesen Nackt-Abend zu beschließen, Nackte anzuschauen als Nackter."

Die beliebte, aber ebenso umstrittene Ausstellung widmet sich ganz allegemein dem Verständnis männlicher Nacktheit in der Kunstgeschichte und wurde nun sogar bis zum 4. März verlängert.

Das Interesse sei groß, sagte der Sprecher des Museums Klaus Pokorny und der Nackt-Abend sei auf Wunsch und die konkrete Nachfrage von vielen potentiellen Besuchern organisiert worden. Pockorny im Interview: "Es gab wirklich viel Nachfrage. Wir machen ja gerade eine ganz tolle Ausstellung zum Thema "Nackte Männer". Und jetzt haben viele potenzielle Besucher gesagt: 'Wäre es denn vorstellbar, wäre es möglich, dass wir auch nackt ins Museum kommen?' Und im Prinzip ist ja auch diese Ausstellung ein Zeichen für Toleranz. Es geht darum, zu zeigen, was alles macht den Mann aus, was macht den nackten Mann aus."

Nach dem "Protest gegen Penis", organisiert von religiösen Gruppen und Eltern, mussten auf einem Werbeplakat mit nackten Fußballern "wesentliche Teile" bedeckt werden.

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