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Auftakt heute: 66. Filmfestival in Cannes

Heute beginnt in Cannes zum 66. Mal das größte und glamouröseste Filmfestspiel weltweit. In der Jury sitzen diesmal als Präsident Steven Spielberg, der Regisseur Ang Lee und die Schauspieler Nicole Kidman und Christoph Waltz.

Der Auftaktfilm in diesem Jahr ist Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Erwartet hätte man sich von Cannes eine Weltpremiere - der Film kam jedoch in den USA bereits am 10. Mai in die Kinos. Etwas Vergleichbares gab es bisher nur im Jahr 2004 mit Pedro Almodóvars Film "La mala educación".

Das sei aber eine Ausnahme sagt der Festivalleiter Thierry Frémaux. Die Regel lautet noch immer: Cannes zeigt Weltpremieren. Fast alle der 20 Wettbewerbsfilme und auch die Filme in der Nebenreihe "Un certain regard" sind Premieren. Viele Produzenten warten extra auf das Filmfest in Cannes - sie wollen von dem grossen Medienecho profitieren.

Festivalchef Thierry Frémaux erzählt, dass aber tatsächlich die US-Studios solche Film-Festivals immer mehr vernachlässigen würden. Die Macher der Filmfestspiele stelle dies selbstverständlich vor Probleme und es könne ein Festival entwerten, aber Frémaux unterstreicht: "Man kann das nicht verallgemeinern. Immer wenn die Studios uns einen Film präsentieren können, tun sie das auch, und wir freuen uns über ihr Vertrauen." In Cannes, so sagt er, sei "Glamour" sehr wichtig und es liege ihm "am Vergnügen und ebenso am Ruhm, den das Ereignis rund um den roten Teppich mit sich bringt. Das gilt auch für große Produktionen, sogar für Blockbuster. Natürlich müssen wir dabei auf die Qualität der Filme achten und uns sicher sein, dass beide Seiten von dem Auftritt etwas haben."

In Cannes wolle man dem "Kino helfen und es mit dem Publikum zusammenbringen." Ein Filmvorschlag, der nicht als passend empfunden wird, wird auch schon mal abgelehnt, erklärt der 52-Jährige. Das scheint wiederholt auf weibliche Regisseure zuzutreffen: Frauen haben es auch 2013 nicht eben zahlreich in den Wettbewerb geschafft. Trotz der heftigen Kritik im letzten Jahr ist diesmal nur eine Regisseurin dabei. Valeria Bruni Tedeschi ist ihr Name, sie ist die große Schwester von Carla Bruni-Sarkozy.

Die 66. Filmfestspiele in Cannes dauern noch bis Sonntag, den 26. Mai. Abschluss ist die Vergabe der Goldene Palme.

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