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Auf RTL gibt es bald wieder die Traumhochzeit:

Der Name Linda de Mol ist sicher vielen noch bekannt. Die Holländerin moderierte von 1992 bis 2000 die Traumhochzeit. Produziert wurde die Sendung von ihrem Bruder John de Mol und dessen Produktionsfirma Endemol. Millionen wollten sich damals anschauen, wie sich Paare, die gern heiraten würden, mit lustigen Spielchen um einen Platz vor dem Traualtar bewarben. Und an Ende durfte dann ein glückliches Paar ihre Traumhochzeit im TV feiern. Bis zu zehn Millionen Zuschauer saßen damals vor den TV-Geräten.

Nun soll es also bald wieder los gehen mit den Trauungen auf RTL. Der Sender will mit der Reaktivierung des erfolgreichen Programms seine Talfahrt stoppen. Der Privatsender hat seine Vormachtstellung verloren. Lag RTL im Jahr 2010 noch auf Platz 1 der deutschen Fernsehlandschaft, so mussten die Kölner ein Jahr später mit ansehen, wie ARD und ZDF an ihnen vorbei zogen. Der Platz an der Sonne soll aber nun zurückerobert werden.

Die Traumhochzeit wird aber dann nicht mehr von Linda de Mol moderiert. Als Moderatorenpaar stehen bereits GZSZ-Schauspielerin Susan Sideropoulos und Yared Didaba vom NDR fest. Ob die Quote von zehn Millionen Zuschauern geknackt werden kann, ist noch völlig unklar, genau so wie die Frage, ob das Publikum die 90er Jahre Show überhaupt wieder annimmt.

RTL muss etwas tun, darüber ist man sich beim Privatsender mit Sitz in Köln absolut klar. Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin von RTL, habe den Sturz vom Thron auch kommen sehen. Sie räumte allerdings ein, dass man keinen so großen Denkzettel vom Publikum erwartet hätte. Schaut man sich aber die Programmstruktur ab, so ist dies für viele nicht sehr überraschend. RTL quillt ja praktisch über mit Reality Shows im Doku-Style, viele wollen diese aber nicht mehr sehen.

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