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Arabisches Museum in Nürnberg geplant

Spätestens seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahre 2001 ist die Angst vor dem Islam und islamischem Terrorismus zu einem ständigen Begleiter der westlichen Welt geworden.

Und wo Angst und Furcht vorhanden sind, da sind Vorurteile und Unwissenheit meist nicht weit.

Um genau dies zu bekämpfen und um den Dialog zwischen deutscher und arabischer Kultur zu fördern ist nun die Errichtung eines arabischen Museums in Nürnberg geplant.

Initiator des Projekts ist der Professor für Geografie an der Universität Erlangen Horst Kopp. Der ausgewiesene Nahost-Experte hat es sich zum Ziel gemacht, mit den Legenden aufzuräumen, die sich um den Islam ranken. Besonders die Konfusion, die zwischen Islamismus und arabischer Herkunft besteht und nicht zwischen ihnen zu unterscheiden wissen, will er bekämpfen.

Dazu hat Kopp sich nicht grundlos Nürnberg als den künftigen Ort der deutsch-arabischen Begegnungsstätte ausgesucht. Gerade der Stadt, die untrennbar mit den Reichsparteitagen der Nationalsozialisten verbunden ist, will Kopp ein neues positives Image entgegen setzen.

Sein Projekt für interkulturellen Dialog trifft allerdings nicht nur auf Zustimmung. Obwohl gerade erst die Planung begonnen hat, bekommt Kopp seit Wochen regelrechte Hass-Mails.

In diesen wird ihm oft drastisch vorgeworfen, er würde sein Projekt naiv und blauäugig angehen, da er eben nicht die noch immer aktuellen dunklen Seiten der arabischen Welt zeigen wolle. Sogar auf einer rechten Homepage wurde gegen ihn gewettert.

Wie und wann sich das Projekt tatsächlich realisieren wird, muss also abgewartet werden.

Quelle: Welt-Online
Bild: Curious Expeditions (Flickr)

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