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Angelina Jolie: Drehverbot in Bosnien

Hollywoodstar Angelina Jolie hat sich ihr Regiedebüt sicherlich ein wenig unproblematischer vorgestellt, für ihr Erstlingswerk hat sie nun ein Drehverbot von den bosnischen Behörden bekommen. Die Oscar-Preisträgerin dreht die Liebesgeschichte, die während des Bügerkriegs in Bosnien spielt, am Originalschauplatz. Doch Jolie gibt nicht auf. Denn die Bosnier haben wohl falsche Infos über das Drehbuch.

Ein heikles Thema habe sich Angelina Jolie für ihre erste Regiearbeit vorgenommen, berichten osteuropäische Medien. Eine vergewaltigte Frau soll während des Bürgerkriegs in Bosnien eine Beziehung mit dem Täter eingehen. Und schon läuft die Frauenvereinigung 'Women – war victims' Sturm gegen die Drehgenehmigung in Bosnien. Durch den Film könnten Vergewaltigungsopfer noch mal die Leiden emotional durchmachen müssen.

Bosniens Kulturminister Gavrilo Grahovac entzog Jolie daraufhin die Dreherlaubnis in Bosnien. Der Film ist schon so gut wie im Kasten, denn bisher wurde in Ungarn gedreht. Nur die Schlusssequenzen sollten vor Ort in Bosnien aufgenommen werden. Daraus wird wohl nichts.

Doch Angelina Jolie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, die Bosnier noch umstimmen zu können. Laut FOCUS online habe der Hollywoodstar dem Kulturminister eine Kopie des Drehbuches geschickt, um ihn über die wahren Inhalte zu informieren. Im Skript gäbe es kein vergewaltigtes Mädchen, das sich in ihren Vergewaltiger verliebt, sagt Edin Sarkic von Scout Film, einer bosnischen Produktionsfirma. Und auch laut dem US-Magazin 'Variety' handele der erste Film von Angelina Jolie über eine Bosnierin, die sich in einen Serben verliebt, diese Liebe werde aber vom Krieg überschattet.

Bild: YouTube, hegewald.files

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