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Am 25. Dezember startete "Australia" in den deutschen Kinos

Am ersten Weihnachtsfeiertag startete mit "Australia" ein Kino-Abenteuer von wahrhaft epischer Schönheit. Große Stars, ein noch größeres Budget, ein renomierter Regisseur und die atemberaubende Kulisse des autralischen Kontinents - man kann es nicht anders sagen, die Erwartungen an den Abenteuerfilm waren hoch.

Australien kurz vorm zweiten Weltkrieg: Die britische Aristokratin Sarah Ashley (Nicole Kidman) reist auf den fünften Kontinent, um die Farm ihres verstorbenen Mannes zu retten. Der hartgesottene Viehtreiber Drover (Hugh Jackmann) ist ihr zunächst ein Dorn im Auge, steht ihr dann aber dabei zur Seite. Gemeinsam treiben die beiden 2000 Rinder quer durch den Outback, entdecken ihre Liebe zueinander und erleben wie die Japaner nach Pearl Harbour auch die australische Küste angreifen.

Trailer zur epischen Abenteuer-Romanze "Australia" von Baz Luhrmann

Regie-Wunderkind Baz Luhrmann hat mit "Australia" das Meisterwerk abgeliefert, das schon seit über zwei Jahren sehnlichst erwartet wurde. Nicht nur, dass der Film leichtfüßig auf den Spuren epischer Hollywood-Monumente wandert, er vereint mit den Namen Kidman, Jackman und Luhrmann auch drei der gefragtesten und talentiertesten Köpfe Australiens. Nicole Kidman sprintet ohnehin von einem Karriere-Höhepunkt zum nächsten und Hugh Jackman zeigt hier ganz locker, dass er weit mehr als der "Sexiest Man Alive" ist. Die beiden Hauptdarsteller bilden also das Traumpaar auf der Leinwand, während sich Baz Luhrmann hinter der Kamera erneut als Genie in der Bildkomposition erweist. Der Australische Outback bietet genau das richtige Maß gewaltiger Kulissen zu dieser ausufernden Abenteuergeschichte voller sich anziehender Gegensätze und stark gespielter Romantik.

Es scheinen aber auch die typischen Zutaten von Luhrmann-Filmen zu sein, die dem Oscar-nominierten Regisseur dieses Mal in gewisser Hinsicht das Genick gebrochen haben. Denn trotz der guten Leistungen von Nicole Kidman und Hugh Jackman, der packenden Geschichte und der unbestritten herausragenden Kamera- und Kulissenarbeit ist "Australia" an den US-Kinokassen gefloppt. Während "Romeo und Julia" (1996) und "Moulin Rouge" (2001) die Kinocharts seinerzeit trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten noch dominierten, konnte Luhrmanns wohl bester Film bisher weltweit gerade mal 50 Millionen Dollar einspielen, nur etwas mehr als ein Drittel der Produktionskosten. Es scheint als könnten die Zuschauer "Australia" seine Längen nicht verzeihen, denn die hat der 165- Minuten-Streifen leider.

Nun stehen ja noch einige Starts aus. Es bleiben also noch genug Möglichkeiten Baz Luhrmanns "Australia" vor einem finanziellen Desaster zu bewahren, denn ganz großes Kino ist der Film allemal.

Quelle: kino.de, imdb.com
Bild: Moviemaze.de

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