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"AlleAlle" und "Married Life" locken im Juli ins Kino

Unsere Kino-Tipps zum 10. Juli heißen "AlleAlle" und "Married Life". Zum einen eine Komödie aus Deutschland, die mit einem tragischen Unterton rührt, zum anderen ein rabenschwarzer US-Film, der mit komischen Momenten amüsiert. In "AlleAlle" sieht man, wie eine Gruppe von Außenseitern zusammenwächst, während sich in "Married Life" Verheiratete und Befreundete auseinanderleben. Gemeinsam haben die beiden eine bärenstarke Besetzung und fein gezeichnete Charaktere.

In "AlleAlle" von Pepe Blanitzer geht es um den geistig behinderten Hagen (Eberhard Kirchberg). Der ist gerade aus dem Heim entlassen worden und macht sich auf die Suche nach seinem Onkel, seinem letzten Verwandten. In einem kleinen Ort südlich von Berlin trifft Hagen auf den trinkenden Pleitegeier Domühl (Milan Peschel) und die gerade erst aus dem Knast gekommene Ina (Marie Gruber). Die drei grundverschiedenen Personen geben sich gegenseitig Halt und finden zurück ins Leben, obwohl die Voraussetzungen schlecht sind. Das humorvolle Aufeinandertreffen des Trios lebt von der unterschiedlichen Figuren und der leicht melancholischen Hoffnungslosigkeit, die von dem menschenleeren, ostdeutschen Kaff ausgeht. Dazu kommt ein ordentlicher Schuss Poesie, der schon die Besucher der Berlinale 2007 bei der Uraufführung von "AlleAlle" begeisterte.

Der Trailer zu "AlleAlle"

In "Married Life" von Ira Sachs geht es um Menschen, die bereits zueinander gefunden hatten und eher Wege suchen, da wieder herauszukommen. Im USA von 1949 betrügt der Unternehmer Harry (Chris Cooper) seine Frau Pat (Patricia Clarkson) mit dem viel jüngeren Blondchen Kay (Rachel McAdams). Aus verschiedenen Gründen kommt eine Beichte für ihn nicht in Frage, stattdessen öffnet er sich seinem Freund Richard (Pierce Brosnan). Dieser wiederum entschließt sich direkt, die junge Kay zu umgarnen, während Harry die für sich beste Lösung entwickelt, nämlich einfach seine Frau zu ermorden.

Trailer zum Genre-Mix "Married Life"

"Married Life" kommt als undefinierbare Mischung aus Drama, Thriller und Komödie richtig in Fahrt und entwickelt dabei recht satirische Züge, was die amerikanische Ehe angeht. Tolle Schauspieler, allen voran der Oscar-Preisträger Chris Cooper, machen den schrägen Spaß perfekt. Die Kulissen und Kostüme des 40er-Jahre Amerikas sprechen für Detailverliebtheit und wirken bis zum Schluss ansprechend, genauso wie die ebenso chaotische wie poetische Handlung. Der deutsche Untertitel "Auch ein Bund für´s Leben muss mal enden" sagt eigentlich schon alles über den witzig-düsteren Streifen.

Wer also gern mal ein wenig die Grenzen zwischen den Genres verwischen lässt, für den sind die Starts vom 10. Juli auf jeden Fall etwas. Zum Lachen, zum Schmunzeln und vielleicht zum Weinen kann man ab Donnerstag in die Kinos gehen, um "AlleAlle" und "Married Life" sehen.

Quelle: kino.de

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