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Alice Schwarzer deckt die "Grosse Verschleierung" auf

In 'Die grosse Verschleierung' hat Alice Schwarzer, die Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma, neue und alte Texte aus ihrer Feder zusammengefasst, die sich mit der Rolle der Frau im Islam beschäftigen. Begleitet werden die Texte durch aktuelle Untersuchungen und Berichte von Autorinnnen, die sich ebenfalls mit dem Islamismus beschäftigen.

Integration ist spätestens seit der Veröffentlichung von 'Deutschland schafft sich ab', dem umstrittenen Buch von Thilo Sarrazin, auf der politischen Agenda gelandet. Passend zur derzeitigen Debatte hat die Feministin Alice Schwarzer mit 'Die grosse Verschleierung' einen Sammelband veröffentlicht, in dem sie den derzeitigen Stand der islamkritischen Forschung nachzeichnet. Schwarzer unterscheidet dabei zwischem dem Islam als Religion und dem politisch motivierten Islamismus und fordert im Untertitel ihres Buches dazu auf 'Für Integration, gegen Islamismus' einzutreten.

'Die grosse Verschleierung' ist das Dokument eines lebenslange Kampfes für die Gleichberechtigung der Frau, der für Alice Schwarzer nicht an Grenzen oder vor Religionen Halt machen darf. Ergänzt werden die 'Einmischungen' Schwarzers, die sich mit der Stellung der Frau im Islamismus schon viele Jahre lang beschäftigt, durch aktuelle Texte und Untersuchungen islamkritischer Autorinnen wie Djemila Benhabib bis Elisabeth Badinter und Necla Kelek ergänzt.

Alice Schwarzer ist Deutschlands bekannteste Frauenrechtlerin. Seit 1977 gibt sie die Frauenzeitschrift 'Emma' heraus und beteiligt sich als Essayistin und Autorin an aktuellen politischen Diskussionen. In letzter Zeit hat sie mit ihrer fragwürdigen Rolle in der Berichterstattung zum Prozess gegen Jörg Kachelmann für Schlagzeilen gesorgt. 'Die grosse Verschleierung' ist bei Kiwi erschienen, das Taschenbuch mit 320 Seiten kostet 9,95 Euro.

Bild: youtube.com

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