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Ausstellung von Ai Weiwei

In der Galerie Neugerriemschneider in Berlin sind nun die Werke des bekannten chinesischen Künstlers Ai Weiwei zu sehen. Eigentlich hatte der Künstler fest eingeplant auch an der Eröffnung teilzunehmen. Doch daraus wurde leider nichts, denn vor einem Monat wurde er am Flughafen von Peking festgenommen. Seit dem fehlt jede Spur von dem Regimekritiker.

An der Vernissage nahmen gerade deshalb auch Außenminister Guido Westerwelle und der Oberbürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, teil, um ihren Unmut über die Verhaftung des Konzeptkünstlers und Bildhauers zum Ausdruck zu bringen. Beide forderten dann auch die sofortige Freilassung Weiweis.

In China steht Weiwei politisch unter Druck, da er sich immer wieder kristisch über das Regime äußert. Besonders wirft er der Regierung eine falsche Bildungs- und Umweltpolitik vor. Schon mehrere Male wurden gegen den 53jährige, der in den achtizer und neunziger Jahren in den USA studierte, lebte und arbeitete, Sanktionen verhangen. Im letzten Jahr wurde unter anderem sein Atelier beschlagnahmt und geschlossen.

Die Objekte, die nun in Berlin zu sehen sind, hat Weiwei eignes für die Galerieräume entworfen. Und daher sollte die Schau auch ohne die Anwesendheit des Künstlers unbedingt eröffnet werden. Die meisten Arbeiten sind aus Porzellan und Holz gefertigt. Eine Reihe von Holzskulpturen zeigen zum Beispiel Bäume, die wie abgestorben wirken und deren Äste abgefallen sind. Der Künstler hat sie mit schweren Schrauben wieder angebracht. Alle Werke sind in alter chinesischer Handwerkstradition in Weiweis Heimat anfertigt worden.

Die Ausstellung von Ai Weiwei ist im Rahmen des Berliner Gallery Weekends eröffnet worden und ist noch bis zum 4. Juni in der Galerie Neugerriemschneider zu sehen.

Quelle: artinfo24.com
Bilder: www.artschoolvets.com, www.kaywa.ch

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