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Ärger um Nominierungen beim Fernsehpreis

Alljährlich sorgt der Deutsche Fernsehpreis für Stirnrunzeln und teilweise so Ärger mit seinen Nominierungen. Das ist in diesem Jahr nicht anders. Wieder einmal sind Sendungen in der Liste, die bestenfalls unter die Kategorie "Trash-TV" einzuordnen sind. Diesmal wird auch über das Moderatorenpaar gemeckert. Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn führen durch die Sendung. Beide sind derzeit als Moderatoren bei "Promi Big Brother" zu sehen.

Besonders fragwürdig sind die Nominierungen in der Kategorie "Beste Unterhaltung Doku/Dokutainment". Dort findet sich die zwar erfolgreiche, aber gnadenlos laienhafte Sendung "Berlin Tag und Nacht", in der Laiendarsteller sich von einem Satz zum anderen quälen und das Leben in einer Berliner WG darstellen sollen. Dazu kommt noch das wie die WELT es ausdrückt "eher harmlose" Shopping Queen" auf VOX und die ZDF neo-Dokumentation "Auf der Flucht - Das Experiment", bei der C-Promis einen auf Flüchtling machen und ohne Hab und Gut durch die 3. Welt geschickt werden.

Etwas merkwürdig ist auch der Vergleich in der Sparte "Beste Serie", in der das hochgelobte "Zeit der Helden" (SWR/Arte) gegen die RTL-Serie "Christine - Perfekt war gestern" und "Hubert und Staller" von der ARD konkurrieren. Auch beim "Besten Mehrteiler" sehen einige ein Missverhältnis. Hier treten "Das Adlon. Eine Familiensaga" vom ZDF gegen "Unsere Mütter, unsere Väter", ebenfall ZDF und "Der Turm", das auf der ARD lief, an.

Und das sind die Nominierungen im Überlick:

Bester Fernsehfilm: "Der Fall Jakob von Metzler" (ZDF); "Der Minister" (Sat.1); "Operation Zucker" (ARD).

Bester Schauspieler: Robert Atzorn für "Der Fall Jakob von Metzler" (ZDF); Matthias Brandt für "Polizeiruf 110: Der Tod macht Engel aus uns allen", "Polizeiruf 110: Fieber", "Eine mörderische Entscheidung" und "Verratene Freunde" (alle ARD); Volker Bruch und Tom Schilling für "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF); Lars Eidinger für "Polizeiruf 110: Der Tod macht Engel aus uns allen" (ARD); Jan Josef Liefers für "Der Turm" (ARD).

Beste Schauspielerin: Alice Dwyer für "Im Alleingang – Elemente des Zweifels" (Sat.1); Julia Jäger für "Zeit der Helden" (SWR/Arte); Claudia Michelsen für "Der Turm" (ARD); Nadja Uhl für "Operation Zucker" (ARD), "Der Turm" (ARD); Susanne Wolff für "Mobbing" (ARD).

Beste Dokumentation: "Hudekamp – Ein Heimatfilm" (NDR); "Kinder! Liebe! Hoffnung!" (ARD); "Weltenbrand" (ZDF).

Beste Reportage: "Abenteuer Leben Spezial: Das Hohe Haus der Republik – Hinter den Kulissen des Bundestages" (Kabel eins); "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" (ARD); "Staatsgeheimnis Bankenrettung" (Arte/RBB); "Die Story im Ersten: Unschuldig in Haft – Wenn der Staat zum Täter wird" (ARD); "Die Story im Ersten: Wie Syrien stirbt – Eine Reportage aus dem Bürgerkrieg" (ARD).

Beste Information: "Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen" (ProSieben); "auslandsjournal XXL: Brasilien" (ZDF); "Thadeusz und die Beobachter" (RBB).

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