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20 Jahre Tocotronic - Neues Album 'Wie wir leben wollen'

Die Band um Dirk von Lowtzow gewährt uns einen kleinen Vorgeschmack: In Ausschnitten kann man die neue Tocotronic-Platte auf der Homepage und bei Facebook im Stream vorhören.  Der erster Eindruck des Prelistening: Die Band ist verlässlich, man bekommt was man kennt, erwartet und mag. Am 25. Januar erscheint es dann offiziell, das neue Tocotronic-Album "Wie wir leben wollen". Ganze 17 Tracks sind es auf knapp 70 Minuten und sie kommen in zwei Teilen. Im Interview mit dem deutschen "Rolling Stone" sagte die Band: "Irgendwie hatten wir Lust, jetzt nach der Pause wieder ein Album zu machen, was man eher so in der Kategorie Pop fassen kann."

Das Album kann man vorbestellen, dann bekommt man die CD als limitierte Deluxe Edition mit T-Shirt. Auf iTunes gibt es jede Woche einen neuen Song vorab, beim Albumkauf kann dieser angerechnet werden. Um die Wartezeit ein bißchen zu verkürzen, haben Toco eine Art Countdown eingerichtet. Wer auf die Homepage der Band geht, landet bei den "99 Thesen", das sind 99 Punkte "wie wir leben wollen".

Tocotronic gehören zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Indie-Szene, 20 sehr beständige Band-Jahre feiern sie mit der neuen Platte. Nie waren Dirk, Arne und Jan (und später auch Rick) wirklich weg und immer waren sie gleich wichtig. Sie sind eine der großen deutschen Gitarrenbands und zusammen mit Bands wie zum Beispiel Blumenfeld oder den Sternen sind sie Gründer der Hamburger Schule. Seit 1995 veröffentlichten sie regelmäßig, "Wie wir leben wollen" ist ihr 10. Album. Der Rolling Stone schreibt: "Jedes Mal glauben wir, Tocotronic könnten keine bessere Platte (als die letzte) mehr machen, und jedes Mal machen sie eine noch bessere."

Die erste Single ist "Auf dem Pfad der Dämmerung" und beginnt folgendermaßen: "Ich will Steine werfen, Messer schärfen, Wurzeln brechen, Routen berechnen". Dirk von Lowtzow ist nach dem selbst auferlegtem "Sabbatjahr" in Bestform. Musikalisch beginnt die neue Single mit verzerrten Noise-Gitarren und einem entrückt hallenden Chor der von einer Orgel begleitet wird. Das ganze mündet dann in einem beschwingten Sixties-Beat. Das Video dazu, inspiriert an Vampirfilmen, mit mutierten Cheerleadern und trashigen Kampfszenen, kann man sich auf Tape.tv ansehen.

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